Philosophie

Es ist unser Grundsatz, dem Gegenüber – ob Mensch oder Pferd - mit  Achtung und Wohlwollen zu begegnen und an seine Fähigkeiten und Stärken zu glauben. Unsere Hauptaufgabe sehen wir darin, das Eigenpotential von Mensch und Pferd optimal zur Entfaltung zu bringen, als Motivation, um „über sich selbst hinauszuwachsen“.

Körper und Psyche sind komplexe, hochsensible Gebilde und gehören bei Mensch und Tier untrennbar zusammen. Sie beeinflussen sich wechselseitig. Werden Blockaden im einen Bereich gelöst, kann es auch im anderen Bereich wieder „fließen“.  

 

Für das Pferd bedeutet dies zu lernen, auf einer höheren Bewusstseinsebene seinen Körper wahrzunehmen und einzusetzen. Sein Geist wird gefordert, in Logik und Genauigkeit geschult. 

Ziel auf der Körperebene ist ein entspanntes, sich selbst tragendes, kraftvolles Pferd mit geschmeidigem, sich aufwölbendem Rücken und aktiver Hinterhand.

Ziel auf der psychischen Ebene ist eine entspannte, vertrauensvolle Grundhaltung, Gelassenheit, „Mitdenken“, Motivation und Freude beim Training, Mut und Selbstbewusstsein.

 

Der Mensch, sonst größtenteils über die Sprache kommunizierend, lernt und verarbeitet durch die Interaktion mit dem Pferd nun in ganz anderen Bereichen der Wahrnehmung und Körpersprache, der Energiesteuerung und Handlungskompetenz. Der Lehrende / Lenkende wird so gleichzeitig zum Profitierenden.

Ziel ist auf körperlicher Ebene u.a. Koordination, Stabilität, Flexibilität, Stimulierung des vestibulären Systems, Aktivierung des Gleichgewichtszentrums, des Gehör-und Sprachzentrums, gezielte Steuerung von Spannung / Entspannung diverser Muskelgruppen.

Auf psychischer Ebene erreichen wir eine Sensibilisierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung besonders im nonverbalen Bereich, eine Steigerung von Handlungskompetenz in der Kommunikation durch Analyse und bewussten Einsatz von Körpersignalen, eine Steigerung des Selbstvertrauens und des Selbstbewusstseins, der Beziehungsfähigkeit, der Führungskompetenz, der Selbstständigkeit.

Wenn Pferd und Mensch sich begegnen und miteinander in Interaktion treten, beginnt ein wechselseitiger Prozess, dem wir in unserer Ausbildung Rechnung tragen.

So kann sich z.B. eine körperliche Blockade im Rücken des Pferdes durch eine Veränderung im Sitz des Reiters lösen, was sich wiederum positiv auf die Psyche von beiden auswirkt.

Und eine artgerechte Haltung des Pferdes - mit viel Animation zur Bewegung und ausreichend gestilltem Bedürfnis nach Sozialkontakten in der Herde - führt zu einer größeren Gelassenheit und Selbstsicherheit des Pferdes, was wiederum dem Reiter erlaubt, entspannt in seinem Sitz loszulassen.

Wir haben es also mit äußerst komplexen Systemen zu tun, die aufeinander treffen. Pferd und Mensch sind jeweils in ganz verschiedenen Systemen zuhause und haben je eine individuelle Entwicklung und Prägung durchlaufen. Auch jeder Therapeut / Ausbilder bringt seine persönliche Geschichte mit. Wollen wir Mensch und Pferd erfolgreich zusammen bringen und etwas Neues im Miteinander entstehen lassen, dann müssen wir uns sensibel und fein in und mit diesen Systemen bewegen. 

Daraus ergibt sich für uns ein äußerst zielorientiertes, abwechslungsreiches und effizientes Ausbilden.

 

Wir bilden uns ständig weiter und arbeiten bei Bedarf  zusammen mit fundierten Fachleuten für Pferd und  Mensch wie beispielsweise Physiotherapeuten, Osteopathen, Chiropraktikern, Ergotherapeuten, Psychologen, Heilpraktikern, Sattlern und Hufschmieden / Hufpflegern.

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